Zeit schenken

Es ist erstaunlich, wie gross die Berge von Spielzeugen bei uns zu Hause sind – und wie schnell diese Berge wachsen – vermehren sich die Spielsachen über Nacht? Versteht mich nicht falsch – es gibt viele Spielsachen, die ich wirklich mag und einige Spielzeughersteller sind unglaublich innovativ in der Entwicklung von Spielzeugen, die kreativ, sozial verantwortlich und langlebig sind. Auch meine beiden Töchter verweilen stundenlang beim Spiel (wenn sie nicht gerade streiten) und es ist für mich schön zu sehen, wie sie im Spiel ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Zudem weiss man ja aus der Forschung, dass „Spielzeit“ ein wesentlicher Bestandteil der gesunden Entwicklung unserer Kinder ist.

Vielleicht geht es Euch ja auch so? Ich habe dieses Jahr das Bedürfnis auf ein Weihnachtsfest mit weniger Spielzeugen und dafür mehr erlebten Adventsmomenten. Diese 50 Winteraktivitäten (auf Englisch) für Familien sind toll und können sogar wie eine Art Adventskalender entdeckt werden. Ladet Euch die Liste herunter und los geht es !

In Englisch von http://www.tinkerlab.com

Hier gehts zur Winter-Aktivity-http://tinkerlab.com/winter-activities-checklist/Checkliste

Aber was geben, wenn man nicht immer Spielsachen schenken will?

Ich habe vor ein paar Wochen das Zitat: „kids spell love t-i-m-e“ gelesen und es hat in mir etwas ausgelöst. Grundsätzlich ist es meinen Kindern nicht so wichtig, was sie mit mir spielen oder tun, oft ist es das Zusammensein, das gemeinsame Erleben, das ihnen, wie auch mir, so gut tut.

Wäre also demnach Zeit auch ein wunderbares Geschenk?

Es gibt viele großartige Spielzeugalternativen, die unseren Kindern gute Dienste leisten. Ich habe hier mal ein paar Ideen zusammengetragen.

Weihnachten ohne Spielzeugflut

Gib das Geschenk des Machens:

Ein kreatives Buch mit einer Auswahl an tollen Bastelmaterialien wie guten Wasserfarben und Papier für die kleinen Kinder. Ein tolles Einsteigerbuch für neue Eltern, ist das Buch https://artfulparent.com/the-artful-parent-book/ . Eine meiner ganz grossen Inspirationsquelle für die Kreativlabor Mini Kurse. Auch das Buch TinkerLab: A Hands-on Guide for Little Inventors kann ich empfehlen – beides ist auf Englisch.

Bücher sind immer eine tolle Alternative und da gibt es so viel Auswahl…

https://www.haupt.ch/Verlag/Buecher/Gestalten/ – ein wahrer Schatz an tollen Büchern – auch für Erwachsene mega toll.

Gutscheine vom Kreativlabor

Übrigens gibt es auch Gutscheine vom Kreativlabor zum verschenken! Ein tolles Geschenk ist ein persönlicher Kurs: zB. „Drei-Generationen-Nähen“, „Gotti-Gottenkind-Basteln/Nähen“ oder „Freundinnen-Nähzeit“. Fragt mich an für mehr Ideen! Alle aktuellen Kurse sind übrigens auf der Webseite aufgeschaltet. Neben den Kreativlabor Mini 3+ Kursen und den regelmässigen Wochenkursen, wartet ein „Einhorn-Kissen-Nähkurs“ oder ein Shirt-Nähkurs auf viele fleissige kreative Hände.

photo credit: http://www.crafting cheerfully.com

Gib das Geschenk eines Erlebnis:

Im Ernst, dies ist die bedeutungsvollste und schönste Art von Geschenk!

Kinder lieben es Zeit mit uns zu verbringen, sogar die schon etwas Älteren!

Es könnte ein ausgefallenes Essen in einem speziellen Restaurant sein. Ein Ausflug in einen Vergnügungspark, ein Kindermuseum oder eine Musik-, Theater- oder Tanzvorstellung. Ein Kochkurs, ein Fussballspiel… was habt ihr noch für Ideen? Hinterlässt doch Eure Vorschläge in einem Kommenar.

 Gib das Geschenk eines Hobbys:

Dies ist die andere Version eines Erlebnisses. In Bezug auf Preis und Dauer kann es von einer Stunde bis zu einem Semester reichen – Egal ob Kreativlabor Kurse, Backen, Angeln, Reiten, Fechten, Malen usw.

Eine weitere fantastische Option ist die Mitgliedschaft in einem Museum oder Zoo! Dies ist ein hervorragendes Geschenk für die ganze Familie. Wir bekamen die Jahreskarte für den Zoo in Basel – einfach der beste autofreie Ort bei jedem Wetter mit kleinen Kindern!

 Gib das Geschenk eines Ausflugs:

Wieder eine Version von Erlebins! Meine Tochter durfte mit ihrer Patentante in die Statd gehen und sich ein Kleidungsstück aussuchen. Sie kauften dann doch auch noch ein Einhorn, aber der Rock, den sie gemeinsam ausgewählt haben, freut uns bis heute. Jedes Mal, wenn sie ihn trägt, denken wir an sie! So ein Einkaufsbummel lässt sich auch prima mit einem gemeinsamen Cupcake oder Waffel-Essen verbinden… Erlebnis… ihr wisst schon!

Gib das Geschenk des Spiels:

Spiele sind eine grossartige Möglichkeit, sich die Zeit zu vertreiben, Zeit mit Menschen zu verbringen, die wir mögen, und sie lehren uns viel über Strategie, Problemlösung und Sportlichkeit. Das neue Gesellschaftsspiel kann mit einem Gutschein für ein Treffen geschenkt werden. Dabei kann man dem Beschenkten das neue Spiel gleich beibringen und die gemeinsame Zeit geniessen. Irgendwie ist auch das wieder ein Erlebnis, oder?

Mit all diesen Ideen kann man ein tolles Geschenk schenken ohne das Kinderzimmer weiter zu füllen! Natürlich liebe auch ich es, die strahlenden Kinderaugen beim Auspacken der Geschenke zu sehen, deshalb bitte auch diese alternativen Geschenke toll „verpacken“, damit dieser Teil von Weihnachten nicht fehlt.

Somit wünsche ich Euch eine wundervolle und gemeinsam erlebte Adventszeit und bis hoffentlich bald im Kreativlabor.

Claire

Introduce Children to Art

Kids are born curious and creative – therefore it is obvious that children are naturally interested in arts and experimenting. However, some support into the right direction can be of great value and encourage kids to get involved and attracted to art and creativity.

Research shows that exposure to art provides kids with the tools they need to develop creative problem solving skills, communicate opinions in a variety of ways and adapt to and respect other points of view. On top of that, when a child is able to express him or herself in a creative way, he or she develops self-esteem, self-discipline and self-motivation.

“Everything around us is the result of our creativity” Dirk Swaab, physician and neurobiologist

According to the Forbes magazine and the World Economic Forum creativity is under the top three skills one needs to succeed in 2020. A recent LinkedIn study even puts creativity on the top of the list for soft skills companies need most. In times when artificial intelligence and robotics take over certain tasks, investing in children’s creative development is most important. It is not only about creating art, it is the ability for “thinking outside of the box” that is crucial.

How to introduce kids to art in a way that is appropriate for their age and ability

Now, that we know the impact art can have on children’s development let us explore how to instill an appreciation for art in children.

One easy way to do this is visiting an art museum in town or, if you like it even more sophisticated, taking your child to Art Basel. Start off by showing your children big paintings, installations or focus on the discovery of geometric shapes. Encourage observational, language and vocabulary skills by talking about what you see. It is easier to focus on art with bright colors or paintings with scenes that kids can relate to. It is recommendable to bring a little sketch book and some pencils to keep the children engaged.

Introduce them early

The sooner you start taking your child into museums and galleries, the quicker they will get used to an environment that can be a bit of a culture shock. Quiet rooms filled with objects which must not be touched, where running is definitely not welcomed and serious looking staff is patrolling around. After a while they might start fidgeting, crying or even screaming, which may attract disapproving glances. But don’t let these potential occurrences spoil your family experience or discourage you from visiting another art show or museum with your children.

Be prepared

Checking the website and looking for sections designed for families is helpful. Often they have suggestions on what to see with kids, information about family tours and workshops (see also list at the end).

Have a snack before you enter and talk about rules in a museum or art gallery. Keep it fun, by visiting the shop or have lunch at the place – make it an adventure! Many museums even offer scavenger hunt-type handouts for kids at the front desk. Pick one up and start your art journey.

Keep your visits short

Remember to introduce kids to art and galleries in a manner that’s appropriate for their age and ability. There are many interactive museums, specifically tailored to children’s interests, where touching and pressing on buttons is highly encouraged. Start with one of these.

Find out where the toilets are at the start of your visit

Honestly, having small children with you, this is the most important thing you should ask when buying your ticket.

Let the child be your guide

While at the museum, let your children guide you. Take sufficient time to look at paintings that interest your child and accept with a smile, when your child blindly ignores the well-known master pieces. With your child as your guide, you will probably not be able to see everything you yourself expected to see!

Talk about what you see and interact with your child

While on your tour, find your personal favorite pieces and share opinions. Talk about how and why the artist might have created what he or she did. Dive into the stories behind the art. Make up a story together or play the „I see a … “ game. You can expand the discussion by asking age appropriate questions.

Reinforce the behaviour expectations throughout your visit

It is not a question of restraining your children, but as part of your tour, you can teach them to respect the environment and the works of art. It is a gradual process, building on each visit you will make.

One last word about age and taking children to Art Basel or any other museum

Theoretically there is no best age for a visit. As soon as children are not in the stroller anymore, you will adapt your visits and have to consciously engage with them.

Art Basel, mentions on its website the Kids’ Lounge, where they offer supervised art programs for children aged 4+ where they can enjoy art and recreational activities while their parents visit the fair. And children aged 7 and up develop their skills at the Young Artists Studio, a paid program created in collaboration with the Museum Tinguely.

Explore Basel and its art institutions with children

We are lucky to live in such a culturally rich city with many wonderful art events and museums that are child friendly. If you fancy a visit with your children to an art museum, here is a selection of institutions to take your kids to:

Fondation Beyeler offers family tours, professionally lead workshops for children from 6 to 10 years and celebrates art twice a year with a family day.

Kunstmuseum has guided family tours in English and once a month they invite families to explore the museum and experiment afterwards in the “studio”. They also have children vernissages for new exhibitions.

Basler Papiermühle (paper mill museum) is probably to most hands-on museum in the area. The children are able to make their own paper, play with old type writers and create wonderful own works of marble art.

Museum BL, Liestal is maybe often underestimated, but its innovative and playful exhibitions and workshops make the trip to Liestal an unforgettable experience for children and families.

Museum Tinguely has the most amazing Kinderclub every Wednesday afternoon (except school holyday).

Note: Normalerweise schreibe ich die Blogeinträge in Deutsch aber dieser Artikel ist erstmals im Magazin „Parenting“ von BCT Basel Children’s Trust, Volume 14, 2019.

Mit Kindern über ihre Kunst sprechen

Während wir als Familie zu Hause sind und ich meine Sachen erledige, malen und schnipseln meine Kinder am Esstisch– manchmal klappt es, manchmal toben nur sie sich kreativ aus und meine Arbeit bleibt liegen… das kennen wir wohl alle!

Vor ein paar Tagen hat meine Vierjährige ein Kunstwerk geschaffen – ein Sturm am Meer oder doch ein wildes Tier im Dschungel? Ich mache eine Pause und schaue mir genauer an, was sie gemalt hat. Ich glaube es ist ein Tier, aber eines, das ich noch nie gesehen habe! Ich würden sagen es ist ein Säugetier, aber wenn ich raten müsste: vielleicht eine Mischung aus einem Tiger und einem Lama oder doch ein Zebra?. Meine Tochter bemerkt, dass ich ihr Kunstwerk betrachte, und fragt mich: „Gefällt es Dir?“

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Spätestens jetzt frage ich mich, wie man mit Kindern über ihre eigenen Kunstwerke spricht?

Normalerweise würde ich sagen: „Oh, ist das ein Zebra?“, „Das ist hübsch!“ oder ich frage: „Was ist das?“. Aber eigentlich möchte ich etwas Anderes sagen, etwas „Besseres“, etwas Spezielleres!

In meinen Kursen, aber auch bei meinen eigenen Kindern achte ich vermehrt darauf, dass ich über „das ist schön geworden“ oder „toll, wie du das gemacht hast“ hinausgehe. Ich bin überzeugt, dass das Kind sich ernst genommen fühlt und es in seiner Kreativiät und seiner Persönlichkeitsentwicklung gefördert wird, wenn wir unterstützend, beobachtend und fragend ein Bild kommentieren.

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Ich habe ein paar Ideen zusammengetragen (inspiriert von http://www.mericherry.com,) was wir auch sagen können, wenn ein Kind das nächste Mal seine Werke mit uns teilt. Ein Kompliment dürfen wir, ja sollten wir sicher trotzdem machen!

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Keine Frage: „Was ist das?“ Kein automatisches: „Das ist hübsch“ oder „so toll“ (cool, schön) – Ich muss noch viel üben… viel zu oft brauche auch ich das…

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Versuche es mit einer Sprache wie, „ich sehe“ … „ich frage mich“ … „ich merke“ … wenn du die Kunst deines Kindes betrachtest. Es könnte sich so anhören. „Ich sehe, du hast hier wirklich große Linien gemacht“. „Und ich stelle fest, dass du in diesem Bereich viel Blau verwendet hast“. „Du triffst einige wirklich interessante Entscheidungen“. „Ich frage mich, was du als Nächstes tun wirst“.

Vor allem im prozessorientierten Arbeiten finde ich es wichtig, mal einen Schritt zurückzustehen und zu reflektieren, wie das Bild oder das Werk wirkt. Wir können die Kinder mit gezielten Fragen und Anregungen zum Weiterdenken anregen. Damit lernen sie individuelle und bewusste Entscheidungen zu treffen.

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Und hier habe ich noch ein paar frühlingshafte Ideen für die Osterzeit für Euch:

  • Geht raus, sucht Stöcke und bemalt sie. Das ist eine so wunderbare und einfache Arbeit und Kinder jeden Alters lieben es. Man kann sogar Tiere daraus gestalten… (Ideen von theartgardenblog.com und von wundertütchen.de )

  • Papier-Blumen Collage machen:

Farbige Papiere ausschneiden, zusammenkleben, aufrollen, Pompom in die Mitte kleben… oder aus Eierkarton Blumen schneiden wie im Bild.

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  • Blumengarten von make-it-your-own.com. Eine wunderbare Anleitung auf Englisch mit vielen vielen Ideen… man kann auch nur einen Teil davon umsetzen. Link hier
  • Muffin-Papier-Blumen wie auf dem Bild unten.

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  • Blumen-Suppe: Das habe schon ich als Kind geliebt! Alles was man braucht, hat man zu Hause: einen alten Topf oder eine Pfanne, Schere, Kellen, Wasser und Blumen/Blüten. Alles schnipseln, mischen und stampfen… dann spielen! In Kanada gab es in der Kita meiner Tochter eine “dirt kitchen“ – Dreckküche – mit alten Pfannen und einem alten Schuhgestell – das war die absolut beliebteste Spielecke im Garten – so einfach geht das!

Die nächsten Kurse im Kreativlabor

Falls Euch gerade das Kreativfieber gepackt hat, hier die neuen Daten bis Sommer.

Kreativlabor Mini 3+

Mittwoch 08. Mai 2019 10.00 – 11.30 Uhr

– ausgebucht! Ich führe eine Warteliste, anmelden über Kontakt

Mittwoch 22. Mai 2019 10.00 – 11.30 Uhr

Mittwoch 19. Juni 2019 10.00 – 11.30 Uhr

Alter:  3-4 Jahre – die Kinder werden von einem Elternteil/BetreuerIn begleitet, um mit dem Kind zu interagieren.

Kreativlabor 4+

Donnerstag 02. Mai 2019 15.00 – 17.00 Uhr

– ausgebucht! Ich führe eine Warteliste, anmelden über Kontakt

Donnerstag 23. Mai 2019 15.00 – 17.00 Uhr

Donnerstag 20. Juni 2019 15.00 – 17.00 Uhr

Alter:  4-7 Jahre (mit 4 werden die Kinder von einem Elternteil/BetreuerIn begleitet, um mit dem Kind zu interagieren)

Und die Vorschau für die Herbstferien:

Ferien-Näh-Woche im Herbst: Tasche oder Rucksack

Montag, 7. Oktober – Donnerstag 10. Oktober 2019

9.00 Uhr – 12.00 Uhr

Im Kreativlabor, Baumgartenweg 4, 4104 Oberwil,

CHF 180.- inkl. Z’Nüni, Materialkosten separat. Anmeldung hier

 

Ich wünsche Euch eine kreative Frühlingsszeit und hoffentlich bis bald im Kreativlabor!

Claire

Globale Näh-Party an der Schule Oberwil

Ich unterrichte ja auch in der Schule und diesmal habe ich ein kleines update über ein Projekt, dass ich mit meinen Schüler und Schülerinnen im Februar gemacht habe. Dieser Artikel habe ich für den Bibo – die Lokalzeitung hier geschrieben.

„Sew a Softie“ oder zu Deutsch „Näh ein Kuscheltier“

Im Monat Februar fand die globale und digitale „Kinder-Näh-Party“ von Trixi Simons aus Australien statt. Mit der Initiative „Sew a Softie“ oder zu Deutsch „Näh ein Kuscheltier“ will die Lehrerin, Schriftstellerin und Designerin Menschen auf der ganzen Welt zum Nähen inspirieren. Teilgenommen haben 139 Gruppen aus 24 Ländern und das Projekt wurde mit dem Children’s Museum of the Arts in New York zusammen organisiert. Das Ergebnis: Tausende Kinder auf der ganzen Welt nahmen eine Nadel und einen Faden in die Hand und nähten!

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Die beiden 4. Klassen des Schulhauses am Marbach haben an diesem Projekt teilgenommen und im Textilen Werken kleine Kuscheltiere oder Kuschelmonster genäht. Die Schüler und Schülerinnen designten ein persönliches Kuscheltier, lernten ein Schnittmuster zu zeichnen und nähten ihr eigenes „Softie“.

Die verborgenen Schätze des Nähens

Es ist bekannt, dass handwerkliche Tätigkeiten gut für die Entwicklung unserer Kinder sind. Es fördert die Konzentration und Feinmotorik, zudem steigert das Werken auch das Selbstvertrauen und die Selbstständigkeit von Kindern: Ist es nicht toll etwas, das man sich selber ausdenkt, dann auch gleich selber herzustellen?

 

Globales ProjektDer Austausch unter den Kindern fand im Internet unter dem hashtag #sewasoftie statt und so konnten die Schüler und Schülerinnen sehen, was Kinder in Japan, Mexico Indonesien oder Australien genäht haben und konnten auch ihre Tierchen und Monsterchen einem breiten Publikum präsentieren.

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Mehr Bilder von kreativen Projekten meiner Schüler und Kursteilnehmer finden Sie übrigens immer auch auf Instagram @daskreativlabor oder auf meiner facebook Seite http://www.facebook.com/daskreativlaborbasel. Dieser Artikel und mehr Bilder sind auch auf der Webseite der Primarschule Oberwil: http://www.schule-oberwil.ch oder folgen Sie dem hashtag #textiles_werken_oberwil auf Instagram @textiles_werken_oberwil

 

 

5 Ideen die Kreativität im neuen Jahr zu fördern und neue Kurse im Kreativlabor

Neues Jahr, neue Ideen – ich bin nicht der Mesch der sich grosse Vorsätze macht, aber trotzdem nutze ich die Tage zwischen den Jahren um das alte Jahr zu reflektieren und eine Perspektive für das neue Jahr zu finden. Ich frage mich natürlich auch wohin die Reise geht… Meine kreative Arbeit ist für mich wie eine Bootsfahrt auf einem Fluss: Ich kann die Ruder übernehmen, steuern und bestimmen, wo es langgeht oder ich kann mich treiben lassen und schauen, wohin mich das Boot führt.

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So ist das auch mit dem Kreativlabor. Ich war mir im Sommer nicht sicher, wie es anlaufen würde mit den Kursen , aber ich nahm die Ruder in die Hand und legte los. Nun kann ich sagen, dass ich sehr dankbar und überwältigt bin über Eure zahlreichen Besuche, die vielen motivierten Kinder in meinen Kursen und die tolle Atmosphäre im Kreativlabor. Danke an Alle, die schon da waren und ich freue mich auf neue Begegnungen im neuen Jahr.

Neue Kurse im neuen Jahr!

Kreativlabor Mini 3+
Mittwoch 30. Januar 2019 10.00 – 11.30 Uhr

Mittwoch 20. Februar 2019 10.00 – 11.30 Uhr

Kreativlabor Mini 4+
Mittwoch 30. Januar 2019 15.00 – 17.00Uhr

Donnerstag 21. Februar 2019 15.00 – 17.00

Valentinstag-Special für Kinder von 8-11 Jahren
Mittwoch 6.Februar 2019 15.00-17.00Uhr

Kreativkurse nach der Schule / Nachschulbetreuung in Oberwil!
-Freitag Nachmittag von 15.30-17.30 für Nähfreudige und Kreativbegeisterte ab der dritten/vierten Klasse (8 Jahren)

Inklusiv z’Vieri und Erholung nach der Schule und dann kreatives Austoben im Labor. SFR 25.-/Nachschulbetreuung in der Woche.

Details und Infos unter Kurse oder www.facebook.com/daskreativlaborbasel/ liken und die aktuellen Kurse dort sehen oder unter Nachschulbetreuung

Und ab Sommer 2019
-Dienstag Nachmittag von 15.30-17.30 oder 16.30 -17.30 für kreative Entdecker ab der 1. Klasse (6 Jahren) bis ca 3. Klasse. Auch hier mit z’Vieri, Spiel und Erholung vor dem kreativen Teil. 25.- oder 15.- Nachschulbetreuung in der Woche.

Kreative Vorsätze für das neue Jahr

Anfang Januar geht also mein Kopf in den Kreativmodus und ich, als Macherin, Bastlerin und Kursleiterin stehe mit der Frage da, wie sich die Kreativität im neuen Jahr ankurbeln lässt? Ich habe fünf Ideen für Euch ausgesucht, die dazu beitragen können, den Alltag kreativer zu gestalten.

Egal, ob Du bereits ein eingefleischter Künstler oder Macher bist oder ein Neuling, der einen kleinen Schubs braucht. Diese Ideen sollen uns allen ein wenig Inspiration geben (mich eingeschlossen!) wie wir Kreativität in unseren Alltag integrieren können.

1. Starte ein Skizzen- oder Notizbuch 

Da ich eine super visuelle Person bin, ist ein Skizzenbuch meine erste Wahl für die Aufnahme von Ideen. Versuche für ein tägliches Ritual nur fünf oder zehn Minuten pro Tag für das Zeichnen oder Malen usw. vorzusehen. Bitte nicht zu streng sein mit sich selber und einfach beginnen… Auf dieser Webseite hat es unzählige wunderbare Ideen und monatliche Listen als Hilfestellung:

https://tinkerlab.com/monthly-art-challenge/

2. Gestalte mit deinen Kindern

Es gibt für mich fast nichts Schöneres als MIT meinen Kindern kreativ zu sein. Nicht vorzeigen oder für sie die Arbeit machen, sondern zusammen etwas malen, kleben oder nähen. Einfach anfangen und schauen wohin die Reise (im Boot) geht! Dazu passt das Buch: “the dot” von Peter Reynolds. Gemeinsam lesen und dann Punkte malen.

https://www.amazon.de/Punkt-Kunst-kann-jeder/dp/3836952025/ref=pd_lpo_sbs_14_t_0?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=PAWY4D9EWTBSRSSAH66P

3. Arbeite mit einem Freund zusammen  

Finde eine motivierte und interessierte Seele, um zusammen zu kreieren! Manchmal ist es die beste Möglichkeit, neue Ideen zu finden, wenn man mit einem Partner etwas unternimmt, eine Ausstellung besucht oder gemeinsam handwerkelt. Ich erinnere mich an wunderbare Abende mit meiner Freundin, als wir Adventskalender für unsere Lieben gebastelt haben. Andere Menschen können uns mit ihrem einzigartigen Blick auf die Welt und ihrer unterschiedlichen Art und Weise inspirieren.Eine tolle Idee dazu ist der „Arbeiten-Austausch“ wie jener der „stich-swap-idee“, bei der Stickringe verschickt werden und jede Person frei daran weitersticken soll. Lest mehr unter bei http://wildolive.blogspot.com/p/stitch-swap.html oder bei Laura von http://colourfulminds.co.uk/

Bildergebnis für stitchswap

4. Schreibe dich in einen Workshop ein 

Der Besuch eines Kurses schafft Verbindlichkeit, es wartet jemand auf Dich! Egal, welches Interesse du hast, oder was du schon immer lernen wolltest: einen Kurs wird Dich mit Energie und Wissen füllen und viel Spass machen. Auch für Kinder gilt dies: sobald sie alt genug sind einen Kurs zu besuchen (mit oder ohne Begleitung), melde sie an. Zum Beispiel im Kreativlabor! Kinder lieben es sich mit Farben und Formen auszutoben.

5. Falsch liegen

Die meisten von uns wollen nichts falsch machen. Habe ich recht? Ich als Perfektionistin bin ja immer streng mit mir, aber ohne Fehler lässt sich nichts Neues erfinden oder kreieren und falsch sein kann sooo befreiend und lustig sein. Bitte mehr Mut zu Fehler!

Ich wünsche Euch allen ein spannendes und kreatives neues Jahr! Happy crafting!

Alle Angaben sind meine Meinung und keine bezahlte Werbung. Werbung durch Markennennung, freiwillig. Photocredit: colourfulminds.co.uk/ und mrspriss.com

Kreativität verschenken – wie geht denn das?!?

Nur noch 2 mal schlafen, dann ist Heiligabend! Ich glaub ich hyperventiliere… Habt Ihr schon alle Geschenke gebastelt? Ich hoffe ein paar Päckli kommen aus dem Kreativlabor! Ich möchte mich ganz herzlich bei all den vielen Besucher und Familien bedanken, die im Kreativlabor einen Kurs besucht haben und mit mir kreativ waren – es öffnet mein Herz zu sehen mit wieviel Freude und Begeisterung Ihr gearbeitet habt! Ich bin stolz auf die Mädels, die so tolle Shirts genäht haben, auf die vielen Kinder, die wundervolle Bilder, Karten und nun auch Geschenke und Dekorationen kreiert haben. Es ist schön zu sehen was seit dem Sommer im Kreativlabor entstanden ist und Danke für Eure positiven Feedbacks.

„Das war ganz super toll heute Morgen. Danke dir für diese gute Idee des Kreativlabor“

Bei uns ist immer noch Hochbetrieb, irgendwie ist es bei mir jedes Jahr so. Im Oktober nehme ich mir vor ALLES schon im November zu erledigen und dann kommt der Dezember und der geht irgendwie schneller vorbei als andere Monate und schwups… ist der 21.12 da – aber ganz ehrlich: mir passt diese Produktion in letzter Minute, dann gebe ich nochmals richtig Gas!

Kreativität verschenken?

Vor Weihnachten stelle ich mir natürlich die Frage, welche Geschenke bei Kindern die Kreativität fördern. Eines ist klar: Wollen wir kreative Spielstunden, sollten es Spielzeuge mit einem offenen Ende sein, die auf verschiedene Weise verwendet werden können. Abhängig von jedem einzelnen Kind, dem Tag, der Phantasie und der aktuellen Wünsche entsteht etwas Neues.

Bei meiner Recherche bin ich auf einen Artikel im Kiludo Kreativmagazin gestossen, der besagt, dass Spielsachen dann besonders empfehlenswert sind, wenn sie vielseitig bespielt werden können und dem Kind Spielraum für eigene Kreationen lassen. Zum Beispiel Holzbauklötze: es können nicht nur unendlich viele Gebilde gebaut werden, sondern ein einzelner Klotz kann auch als Auto oder Telefon, usw. genutzt werden. Für ältere Kinder gibt es spannende Magnetformen, Kappla-Bausteine oder 3D Stifte. Diese Spiele dienen als Inspiration für die Gestaltung, den Bau und fördern das räumliche Verständnis.

Ganz konkret finde ich natürlich alle Farben oder Kreiden, verschiedene Papiere, Knete, Perlen und Glitzerstifte und all die tollen Sachen zum Kreativsein als Geschenk ideal. Für ältere Kinder kann man auch gut eine Laubsäge, ein Strick-Liesel, Wolle und eine Häkelnadel oder sogar eine Nähmschine schenken. Viele von diesen Sachen eignen sich übrigens auch Bestens für den Adventskalender – Speichern für nächstes Jahr!

Zu den Spielen, die Kreativät fördern, die Spaß machen und die Fantasie der Kinder anregen gehören auch Kostüme, Rollenspiele, miniatur Figuren und Tiere! Auf diese Weise entwickeln Kinder neben den motorischen und haptischen Fähigkeiten ihr Vorstellungsvermögen und erlangen Selbstvertrauen für weitere Spieltätigkeiten.

Kreative Ideen für die Weihnachtsfeier

Damit die Weihnachtsfeier auch wirklich entspannt wird, habe ich Euch noch  ein paar kreative Ideen zusammengestellt. Denn die Meisten von uns wissen: nur wenn auch die Kinder beschäftigt sind, können die Grossen die Feier geniessen!

Handgemachte Namens- und Dankeskarten

1. Schneide einige Papierquadrate aus und falten Sie sie zur Hälfte.

2. Verziere die Front und das Innere mit fröhlichen Botschaften: Themen könnten Freude, Dankbarkeit oder Glück sein. Man kann auch eine Nachricht wie „Wir sind froh, dass Du hier bist“ und „Du bist ein Rockstar“ ins Innere schreiben.

3. Nun kann man noch mit Farben, Washi Tape oder Kleber Verzierungen hinzufügen!

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http://www.mericherry.com/ 2018/12/18/handmade-holiday-place-cards/

Weihnachtsanhänger aus Karton und Garn

  1. Schneide aus alle den Schachteln von den Geschenkelieferungen Sterne, Dreiecke für Bäumchen oder andere Formen aus und lege Wolle dazu.
  2. Die Kinder umwickeln die Formen mit verschiedenen Farben und dekorieren ihre Anhänger am Ende mit Pailletten, Pompoms und Knöpfen.

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http://www.designimprovised.com /2018/12/yarn-wrapped-christmas-ornaments.html

Sterne aus Pfeiffenputzer und Perlen

Ein absoluter Klassiker bei uns zu Hause – Achtung Suchtgefahr!

  1. Schneide die Pfeiffenputzer schon vorher zu und drehe bereits ein paar zusammen, damit die Kinder gleich loslegen können.
  2. Die Perlen werden auf die Pfeiffenputzer aufgefädelt und am Ende wird es umgebogen – fertig!

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Aber ganz ehrlich, ich denke ein Mal- und Basteltisch mit Stiften, Papieren, Scheren und Leim oder Playmais und Aquaperlen reicht oftmals. Man sollte die Sachen den Kindern aber zeigen, sie etwas anleiten und ihnen dann den Freiraum fürs Gestalten lassen. Ich gebe den Kindern offene Kreativeinladungen und sehe dann, wohin sie gehen…

Mit diesen Ideen wünsche ich Euch ganz schöne Feiertage und ein spannendes kreatives und abenteuerliches 2019! Ich freue mich auf die neuen Kurse im 2019 und hoffe viele Bekannte und Neue Gesichter im Kreativlabor zu begrüssen!

Claire

Neues wagen!

Während meiner Jahre im wunderschönen Vancouver, Kanada, habe ich gelernt, dass das Ausleben und Verfolgen unserer Träume der einzige Weg ist, sich zu entwickeln und gesund und glücklich zu bleiben! Vielleicht kennt ihr das Gefühl, wenn das, was man sich von ganzem Herzen gewünscht hat, tatsächlich funktionniert! So ist es auch beim kreativen Arbeiten: die fertige Tasche stolz tragen oder das Bild an die Wand nageln. Das sind diese Momente… oder eben, wie jetzt ein eigenes Kreativlabor eröffnen, ein Atelier einrichten, einen neuen Schritt wagen!

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Meine Inspiration

Als ich 2013 mit meiner kleinen Tochter in Vancouver ankam, besuchte ich regelmässig ein wunderbares “art studio” Collage Collage – ein wunderbarer Ort! Die Leute freundlich, viele kreative Bücher zum kaufen, anregende Bastelboxen und ein grüner Schaukelstuhl für die Geschichtenrunde. In der Mitte steht ein grosser Tisch, an dem die Kinder malen, kleben, nähen können…

Fast jede Woche besuchten wir diese kreative Insel: mit grossen Augen hockte sich meine Kleine auf die Kissen am Boden, hörte eine Geschichte in einer ihr fremden Sprache (Ja, kreatives Arbeiten verbindet auch ohne Sprache!) und saugte die kreative Atmosphäre ein. Nach der Geschichte wurden die Kinder angeleitet ein Projekt zu gestalten oder ein Bild zu malen. Noch heute, Jahre später hängen Kunstwerke aus dieser Zeit bei uns an der Wand. Und noch heute bewundere ich die Besitzerin Erin Bonifero für ihren Mut, ihre Kreativität und ihre Wärme!

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collagecollage.ca

In dieser Zeit lernte ich, ausgebildete Gestaltungslehrerin, dass der Prozess des Schaffens genau so wichtig ist, wenn nicht sogar wichtiger, als das fertige Produkt! Es war ein Augenöffner für mich! Bei mir an der Schule arbeitete ich bis anhin sehr produktbezogen und lehrte den Schülern die Techniken, die nach Lehrplan an der Reihe waren und wir stellten einen brauchbaren Gegenstand oder ein Spiel her. Noch heute wollen die Kinder natürlich ein schönes fertiges Produkt nach Hause nehmen und ich bin auch immer noch der Meinung, dass die grundlegenden Techniken helfen effizient und richtig zu arbeiten, ABER: ich vertraue viel mehr auf den Prozess! Der Weg ist das Ziel! Der Weg zum fertigen Produkt gewichte ich heute mehr und lasse den Kindern und Schüler den Raum, den sie brauchen!

Ich vertraue auf den Prozess, lasse den Kindern den Raum, den sie brauchen!

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Seit ich also vor zwei Jahren aus Kanada in mein Heimatland, die Schweiz, zurückkehrte, träume ich von einem Ort, an dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene kreativ tätig sein können. Ich bin bereit für ein neues Abenteuer und meine Träume zu leben: Aus dieser Passion heraus starte ich nun das Kreativlabor in Oberwil! Ich freue mich, wenn ihr am 9. Juni 2018 von 14.00-17-00 Uhr vorbeischaut und euch umseht!

Es gibt immer eine Lösung!

Kreatives Schaffen oder wie man Lösungen findet

Ich versuche in meinem Alltag so viel wie möglich für mich kreativ zu arbeiten oder für meine Mädels etwas zu nähen. Das tut mir gut! Es ist zudem eine wunderbare Erinnerung daran, warum ich das, was ich täglich unterrichte, so liebe!

Kandinsky Projekt

 

Trotz Spass und Übung passieren auch mir oft Fehler oder ich vergesse einen wichtigen Schritt. Wie oft habe ich mir wegen eines Fehlers schon die Haare gerauft! Ich habe mich geärgert und ehrlich gesagt, auch schon geweint, weil es so ärgerlich war! Aber jedesmal habe ich mich gefangen, mich aufgerafft und eine Lösung gesucht. So konnte ich fast jede Arbeit trotz „Fehler“ fertig stellen und habe jedes Mal viel gelernt – technisch, aber auch Zuversicht und Ausdauer. Und genau so geht es auch den Kindern, wenn sie kreativ tätig sind!

Wenn du gleich loslegen willst, findest du Kreativideen für kleine Forscher am Ende dieses Posts.

Ich bin seit über 15 Jahren Lehrerin für Textiles Gestalten und ich glaube fest an die Kraft der Kreativität. Die Grundlage für diese Kreativität wird durch den Prozess in der Arbeit – das Experimentieren – gelegt. Dadurch lernen die Kinder Herausforderungen anzunehmen und eine Lösung zu finden, zusätzlich erkennen sie, dass es für ein Problem nicht nur eine Lösung gibt, sondern oftmals viele verschiedene Möglichkeiten eine Aufgabe zu lösen.

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„Wenn Kinder Kunstideen erforschen, testen sie Möglichkeiten und lösen Herausforderungen, ähnlich wie ein Wissenschaftler, der experimentiert und Lösungen findet…. Anstatt bestimmten Regeln oder Anweisungen zu folgen, beschäftigt sich das Gehirn des Kindes mit der Entdeckung von „Wie“ und „Warum“.“ MaryAnn Kohl

Das kreative Arbeiten fordert uns also auf eigene Lösungen zu finden!. „Think outside the box“ sagt man auf Englisch und genau darum geht es. Das Gewohnte verlassen – manchmal eben durch „Fehler“ – unbeabsichtigt, um dann eigene Pläne zu entwickeln. Farbige, vielseitige und neue Ideen! Sind dies nicht genau die Fähigkeiten, die wir unseren Kindern mitgeben wollen?

think outside the loom

Think outside the loom – Bild: http://www.makersmess.com/adults/

Wie kann uns aber kreative Arbeit eine positive Einstellung geben?

Experiment (von lat. „experimentum”) bedeuted so viel wie „Versuch, Probe oder Erfahrung“. Und zum Erproben gehört bekanntlich auch Scheitern.

„Durch den kreativen Prozess lernen die Kinder Durchsetzungsvermögen, kreatives Denken und steigern ihren Selbstwert.“

Es braucht Motivation, manchmal auch Hilfe oder eine andere treibende Kraft um eine Herausforderung zu meistern, aber das Erleben des „Aha-Moments“, das finden einer Lösung, ist grossartig! Das Vertrauen, das man bei einem solchen Prozess gewinnt, schafft eine positive Einstellung zu Aufgaben und hilft den Kindern dieses Verständnis auch in anderen Sitationen anwenden.

Durch diesen Ansatz lernen die Kinder ohne Angst einen neuen Weg zu finden. Aus etwas Bestehendem etwas Neues kreieren müssen: meistens bedeuted das improvisieren und genau da passiert das wirklich spannende Lernen fürs Leben!

„Es gibt immer eine Lösung!“

Lassen wir uns darauf ein kreativ und forschend im Leben zu sein! Gerne kannst du diesen Beitrag auf facebook teilen und mich mit @daskreativlabor taggen, bitte benutze den hashtag #daskreativlabor auf Instagram für Bilder von Kinder oder Schüler, die kreativ tätig sind. Ich kann es kaum erwarten eure Ideen zu sehen!

Hier noch ein paar Kreativideen für kleine Forscher:

  • Eine Mixed-Media-Collage anfertigen mit verschiedenen Materialien wie Papier, Karton, Stoff, Knöpfe, Hölzchen, Kleber… und Farben zu einem Thema. Eine tolle Anleitung findet ihr hier (auf Englisch):

http://www.mericherry.com/2016/07/04/mixed-media-collage-with-tinker-trays/

https://i0.wp.com/mericherry.com/wp-content/uploads/2016/07/summercollage11.jpg

Anregende und offene Einladung für ein Mixed Media Projekt  von http://www.mericherry.com

  • Ein Auto mit Ballonantrieb bauen – ich würde darauf achten, dass das Auto aus Karton, Petflaschen oder Eis-hölzchen selber hergestellt wird. Welches fährt am Weitesten? Eine Anleitung findest du hier:

http://www.supra-lernplattform.de/index.php/lernfeld-natur-und-technik/technisches-spielzeug/luftballonantrieb-auto

  • Murmelbahn aus Toilettenpapierrollen, Kartons und Klebeband bauen. Wer schafft es über mehrere Stockwerke?
  • 101 spektakuläre Ideen findest du in diesem Buch:

https://www.spiegelburg-shop.de/produkt/62511/big-boom-bang-kreativbuch-100-prozent-selbst-gemacht/

Viel Spass beim Ausprobieren, Testen und Lösungen finden!

 

Prozesskunst – 5 Gründe warum sie unsere Kinder und uns glücklich macht!

Kreativität macht Spass und glücklich!

Prozesskunst oder auch „process art“ genannt, macht das Leben von Kindern und Erwachsenen besser und entspannter! Sie fördert unsere Offenheit und Neugierde und nur wer Neues ausprobiert kommt immer wieder auf neue ausgefallene Ideen.

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Prozesskunst ist eine Form der Kunst bei der nicht das Endergebnis im Vordergrund steht, sondern wie der Name schon sagt, der Prozess. Die Handlung liegt im Fokus und wird oft in die Entstehung des Kunstwerkes miteinbezogen. Der Druck, ein perfektes Bild zu malen, hat schon so manchem Kind die Freude am kreativen Arbeiten verdorben. Dieses negative Gefühl entfällt beim prozessorientierten Schaffen und lässt der Kreativität freien Lauf.

„Der Ansatz der Prozesskunst ist heilend – und herrlich entspannend!“

  1. Prozesskunst bietet den Kindern und den Eltern dringend benötigte Auszeiten

Wir drängen unsere Kinder je länger, je mehr an ihre Grenzen. Die Schule ist kognitiv, emotional und auch sozial anstrengend. Und am Nachmittag ist der Tag gefüllt mit Hobbies und anderen Aktivitäten, Kinder haben schon fast keine Zeit mehr, einfach zu spielen, zu experimentieren und „Nichts zu tun“. Und genau hier setzt die Prozesskunst an. Am Anfang steht eine Einladung und am Ende der kreativen Auszeit muss kein fertiges Produkt entstanden sein! Im Gegenteil, es kann einfach ein Haufen Knete sein, voll mit irgendwelchen Schrauben, Zahnstocher und Perlen… das ist ok!

Kinder, wie auch Erwachsene, können durch diesen Ansatz lernen sich zurückzulehnen und etwas im eigenen Rhythmus zu machen.

  1. Kreativ sein verbindet uns mit unseren Kindern und mit uns selber

Es gibt Tage, da rennt uns die Zeit buchstäblich durch die Finger! Bei uns zu Hause sind die Momente, in denen wir Zeit haben, etwas in Ruhe zu machen rar. Ja, „in Ruhe“, da liegt der Unterschied! Ich habe für meine Mädels und mich herausgefunden, dass wenn wir uns hinsetzen und zusammen malen, die Zeit stillzustehen scheint. In diesen magischen Minuten – oft sind es wirklich nur ein paar Minuten – verbinden sich unsere Herzen! Ein wunderbares Gefühl!

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  1. Prozesskunst nimmt den Druck von uns perfekt zu sein!

Wir Alle kennen die Leute, die einfach perfekt zeichnen können. Ja, schön für sie! Als ich als Modedesignerin arbeitete, habe ich hart geübt, radiert, durchgepaust und oft auch geweint, weil meine Figuren nicht perfekt (perfekt für mich!!!) aussahen! Mann, das hat mich fertig gemacht. Heute glaube ich, dass ich diesen Druck nicht auf meine Mädeln übertragen muss und deshalb liebe ich es, dass in der Prozesskunst nicht jedes Bild perfekt sein muss. Abstrakt ist wunderbar!

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  1. Prozesskunst lehrt uns Empathie und schafft kreativ denkende Menschen

In einer sich super schnell verändenden Welt, in der schon Morgen wieder alles Anders sein kann, müssen wir lernen flexibel zu denken und Veränderungen positiv gegenüberzutreten. Die Prozesskunst stärkt kritische Denkfähigkeiten, schafft Vertrauen in den Prozess und hilft neue Ideen zu entwickeln. Dabei werden Kinder und Erwachsene ermutigt, über den Tellerrand hinauszuschauen.

  1. Prozesskunst lässt den Künstler sich selber sein

Jeder sollte Schöpfer seines eigenen Werkes bleiben! Ich rate davon ab ungefragt in Bilder oder Werke des Kindes einzugreifen. Die Prozesskunst lehrt uns die Dinge so stehen zu lassen, wie sie sind. Und da ja das Resultat nicht im Vordergrund steht, fällt einem das als Elternteil auch leichter.

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„Jeder Stil ist einzigartig und verdient Respekt!“

Die kreativen Einladungen oder Aktivitäten der Prozesskunst können ganz einfach sein und benötigen weder viel Vorbereitung noch teures Material.

  • Ein Blatt, ein paar Stifte und die Aufforderung mit beiden Händen gleichzeitig zu malen reicht schon. Es gemeinsam auszuprobieren ist super lustig!
  • Mit farbigen Blättern, alten Zeitschriften, einer Schere und Leim eine Collage entstehen lassen.
  • Dem Schatten einer Blumenvase nachmalen, wenn die Sonne durch das Zimmer scheint.

Diese Freiheiten, die uns die Prozesskunst erlaubt, macht uns glücklich und zufrieden. Welche Ideen könnt ihr empfehlen? Was gefällt euren Kindern am Besten?

Das wichtigste an der Kunst und auch in meinen Kursen ist der Spass an der Sache!

Kreativität ist aus wenig viel zu machen

Willkommen im Kreativlabor!  Schön, bist du da!

„Kreativität ist aus wenig viel zu machen“

Das Kreativlabor bietet nicht nur Kurse, sondern will auch inspirieren und zu künstlerischem Schaffen animieren. Durch das entdeckende Lernen wird Selbstständigkeit gelernt und durch das Entfalten der Fantasie wird das vernetzte Denken gefördert.

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Ich setze mich leidenschaftlich für das Gestalten und die Kunst ein und bin überzeugt, dass kreatives Arbeiten zu einer ganzheitlichen Entwicklung dazu gehört. Ich plane meine Projekte und Kurse so, dass die alltägliche Kreativität Spass macht!

Auf dieser Seite soll das Entdecken Platz haben. Ich stelle Mitmenschen vor, die mich inspirieren, zeige spannende Projekte, die man selber umsetzen kann und biete eine Plattform für kreative Kurse und Orte.

Ich bin immer offen für Ideen und Anregungen unter Kontakt.